
Ab € 68.524
Technische Daten
- Motor
- 2,3-Liter-EcoBoost-Vierzylinder
- Leistung
- 281 PS
- Drehmoment
- 697 Nm
- Getriebe
- Automatik
- Antrieb
- Allradantrieb
- 0–100 km/h
- 9,2 s
- Höchstgeschw.
- 180 km/h
- Verbrauch
- 3,1 l/100 km
drivereport SCORE
Unser objektives 5-Säulen-Bewertungssystem
Gesamt-Bewertung
Fahren
25% Gewichtung
7,8
von 10
Alltag
25% Gewichtung
8,5
von 10
Technik
20% Gewichtung
8,0
von 10
Wert
20% Gewichtung
7,9
von 10
Charakter
10% Gewichtung
8,0
von 10
Der drivereport SCORE basiert auf unserem objektiven 5-Säulen-System. Erfahren Sie mehr über den drivereport SCORE.
Vorteile
- Robuste Verarbeitung mit Premium-Ansatz der Wildtrak-Ausstattung
- Sehr gute Geländegängigkeit (800 mm Wattiefe, 3.500 kg Anhängelast)
- Viele Einstellmöglichkeiten: Getriebe, Allrad, Fahrmodi, Differenzialsperre
Nachteile
- Elektrische Reichweite mit 42 km (WLTP) begrenzt
- Kein DC-Schnellladen, nur AC
Einleitung
Der Ranger gehört zu den Pick-ups, die man in Österreich vom Bauhof bis zur Almhütte kennt: ein Arbeitstier, das sich in den letzten Jahren zum Lifestyle-Fahrzeug entwickelt hat. Mit dem Plug-in-Hybrid will Ford beides vereinen. Gelände- und Zugfähigkeit eines klassischen Pick-ups, ergänzt um einen Elektromotor, der Verbrauch und Fahrkultur verbessern soll. Unser Testwagen, der Wildtrak PHEV in Carbonized Grey, startet bei 68.524 Euro. Mit Sonderausstattungen wie Technologie-Paket 46, einstellbarem Sportbügel und Metallic-Lackierung steht er bei 76.383 Euro. Das ist viel Geld für einen Pick-up. Die Frage ist, was man dafür bekommt.
Design und Verarbeitung
Der Ranger Wildtrak tritt breit und selbstbewusst auf. In Carbonized Grey wirkt er zurückhaltend, aber kraftvoll, und der einstellbare Sportbügel unterstreicht den Charakter eines Pick-ups, der nicht nur arbeiten will. Die Verarbeitung ist robust, genau das, was man von einem Fahrzeug erwartet, das auch abseits des Asphalts bestehen soll. Gleichzeitig spürt man den Premium-Ansatz der Wildtrak-Ausstattung. Der Innenraum hebt sich klar vom reinen Arbeitsgerät ab, ohne die Widerstandsfähigkeit aufzugeben. Dazu passt der Unterbodenschutz auf Wachsbasis, der beim Testwagen verbaut ist und die Langlebigkeit im harten Einsatz unterstreicht.
Antrieb und Fahrverhalten
Unter der Haube arbeitet ein 2,3-Liter-EcoBoost-Vierzylinder-Turbobenziner mit 138 kW, unterstützt von einem 75 kW starken Elektromotor. Zusammen kommen sie auf eine Systemleistung von 281 PS und 697 Nm Drehmoment. Die Kraftübertragung ist eine der großen Stärken des Fahrzeugs. Das Zusammenspiel aus Benziner, E-Motor und 10-Gang-Automatik arbeitet harmonisch, das Drehmoment steht sofort bereit, und der Vortrieb wirkt souverän, ob beim Überholen oder mit Anhänger am Haken. 9,2 Sekunden auf 100 km/h sind für einen Pick-up dieser Größe und dieses Gewichts von über 2,5 Tonnen ein völlig ausreichender Wert. Viel wichtiger ist das Gefühl dahinter: Der Ranger fährt sich ruhig und kraftvoll, nie angestrengt.
Innenraum und Gelände
Im Gelände zeigt der Wildtrak PHEV, wofür er gebaut wurde. Die Einstellmöglichkeiten sind enorm. Getriebe, Allradsystem, Fahrmodi und Differenzialsperre lassen sich an den Untergrund anpassen, vom Straßenbetrieb über rutschige Oberflächen bis zu Sand. Wer sich darauf einlässt, bekommt ein Fahrzeug, das sich sehr gezielt auf die Situation abstimmen lässt. Dazu passen die Eckdaten: 800 Millimeter Wattiefe, rund 235 Millimeter Bodenfreiheit und bis zu 3.500 Kilogramm gebremste Anhängelast. Das Laderaum-Management-System im Testwagen macht die Ladefläche im Alltag zusätzlich praktischer. Wer einen Pick-up sucht, der Arbeit, Freizeit und Gelände unter einen Hut bringt, findet hier ein sehr breit aufgestelltes Paket.
Effizienz
Hier überrascht der Ranger positiv. Mit einem WLTP-Verbrauch von 3,1 Litern Benzin auf 100 Kilometern und 23,2 kWh Strom bewegt er sich für ein Fahrzeug dieser Größe auf einem erfreulich niedrigen Niveau. Der Hybridantrieb schlägt sich im Verbrauch also spürbar nieder. Der 11,8-kWh-Akku (netto) ermöglicht laut WLTP rund 42 Kilometer rein elektrisch. Das reicht für kurze Wege, danach übernimmt der Benziner. Mit den Betriebsarten EV Now, EV Later und EV Charge lässt sich die Batterie gezielt einsetzen, etwa für die Stadt nach der Autobahnetappe. Geladen wird ausschließlich per Wechselstrom, an der 16-Ampere-Dose in etwa vier Stunden. Schnellladen per Gleichstrom ist nicht möglich.
Assistenz und Sicherheit
Das Technologie-Paket 46 ergänzt die Serienausstattung des Wildtrak. Für ein Fahrzeug dieser Größe sind Assistenzsysteme im Alltag besonders nützlich, vor allem beim Rangieren und im Stadtverkehr, wo der Ranger mit seinen Abmessungen schnell an Grenzen kommt.
Fazit
Der Ford Ranger Wildtrak PHEV ist ein Pick-up, der den Hybridantrieb sinnvoll nutzt. Robuste Verarbeitung mit Premium-Ansatz, eine souveräne Kraftübertragung, ein niedriger Verbrauch und eine Geländegängigkeit mit vielen Einstellmöglichkeiten sprechen klar für ihn. Die elektrische Reichweite von 42 Kilometern ist eher ein Zusatz als ein Hauptargument, und der fehlende Schnellladeanschluss zeigt, dass der Hybridteil hier unterstützen soll, nicht dominieren. Mit 76.383 Euro in unserer Testkonfiguration ist der Ranger zudem kein günstiger Begleiter. Wer aber einen starken, vielseitigen Pick-up sucht, der im Gelände und mit Anhänger genauso überzeugt wie im Alltag, bekommt ein überzeugendes Gesamtpaket.
Galerie








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