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Abschied auf 750 Stücke: Audi verabschiedet den Fünfzylinder mit allem, was er hat!
NewsSportwagen11. März 2026

Abschied auf 750 Stücke: Audi verabschiedet den Fünfzylinder mit allem, was er hat!

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100.680 Euro für einen Kompaktsportler. Malachitgrün. Gewindefahrwerk. Scheinwerfer, die in der Zündfolge 1-2-4-5-3 aufleuchten.

Abschied auf 750 Stücke: Audi verabschiedet den Fünfzylinder mit allem, was er hat

100.680 Euro für einen Kompaktsportler. Malachitgrün. Gewindefahrwerk. Scheinwerfer, die in der Zündfolge 1-2-4-5-3 aufleuchten. Der RS 3 Competition Limited ist kein Auto – er ist ein Denkmal.

Es gibt Jubiläen, die man mit einer Sonderedition begeht. Und es gibt Jubiläen, bei denen man das Gefühl hat, dass dahinter mehr steckt als ein runder Geburtstag. Der Audi RS 3 Competition Limited ist Letzteres. 50 Jahre Fünfzylinder – das klingt nach Anlass für eine Pressemitteilung. Was Audi daraus gemacht hat, klingt eher nach Abschiedsbrief. Denn darum geht es im Kern. Der 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbo, seit 2011 im Kompaktformat und mit seiner unverwechselbaren Zündfolge 1-2-4-5-3 tief in die Markenidentität eingeschrieben, wird keine Zukunft haben. Verschärfte Abgasnormen, fortschreitende Elektrifizierung – die Rechnung ist bekannt. Der Competition Limited ist das letzte Kapitel, und Audi Sport scheint das sehr genau gewusst zu haben, als man dieses Modell entwickelt hat.

Lauter, tiefer, schärfer

Auf dem Papier bleibt der Motor, was er war: 400 PS, 500 Nm, 3,8 Sekunden auf 100 km/h, 290 km/h Spitze. Was sich geändert hat, ist alles drumherum. Vier Kilogramm Stirnwanddämmung wurden entfernt – die Trennwand zwischen Motor und Innenraum ist jetzt dünner, der mechanische Klang des Fünfzylinders dringt ungefilterter in den Innenraum. Gleichzeitig öffnen die Klappen der RS-Sportabgasanlage in den dynamischen Fahrmodi früher. Das Ergebnis ist ein Klangerlebnis, das offenbar noch direkter sein soll als alles, was der RS 3 bislang geboten hat. Ob das stimmt, werden erste Testfahrten Ende April zeigen. In den Radhäusern wartet eine weitere Premiere: Erstmals verbaut Audi beim RS 3 ab Werk ein Gewindefahrwerk. Dreifach einstellbar – zweifach in der Druckstufe, einfach in der Zugstufe – und zehn Millimeter tiefer als beim Serienmodell. Wer die Einstellmöglichkeiten ausreizen will, findet Werkzeug und Anleitung im Lieferumfang. Dazu ein steiferer Rohrstabilisator hinten, erhöhte Federrate an der Hinterachse, serienmäßige Keramikbremse vorne mit roten Sätteln – und wer noch nicht genug hat: optional Pirelli PZero Trofeo R Semi-Slicks.

Das Äußere macht keine halben Sachen

Carbon an der Frontspoilerlippe, an den Flics, den Schwellern, dem Diffusor, dem Dachspoiler. Dazu 19-Zoll-Schmiedefelgen im matten Neodymgold. Das ist für einen Kompaktsportler eine Ansage – keine subtile.

Die Lackfarben erzählen dabei die eigentliche Geschichte. Neben Daytona-grau und dem neuen Gletscherweiß matt bietet Audi exklusiv Malachitgrün an – die direkte Referenz an den Audi Sport quattro von 1983, mit dem der Fünfzylinder seinen Mythos begründet hat. Wer das Fahrzeug auf- oder abschließt, sieht, wie das Matrix-LED-Tagfahrlicht in der Sequenz 1-2-4-5-3 aufleuchtet. Ein Detail, das niemand braucht und das trotzdem jeder haben will.

Innen: RS-Schalensitze mit Carbon-Rückwand, Mittelbahnen in neodymgoldenem Dinamica-Mikrofaser, ingerweiße Nähte und Gurte, weiß hinterlegte digitale Zifferblätter im Virtual Cockpit – wie im analogen Cockpit des RS2 von 1994. Die Nummernplakette in der Mittelkonsole erinnert daran, welches der 750 Exemplare man gerade bewegt.

Der Preis

100.680 Euro für den Sportback, 102.680 Euro für die Limousine in Deutschland. Das sind gut 44.000 Euro mehr als der Serienpreis des regulären RS 3. Dafür bekommt man ein vollausgestattetes Fahrzeug – und das letzte seiner Art. 750 Stück weltweit, davon 187 für Deutschland. Auslieferung ab Juni 2026. Wer sich fragt, ob das viel Geld für einen Kompaktsportler ist: ja. Wer sich fragt, ob es jemals wieder einen Fünfzylinder in dieser Form geben wird: wahrscheinlich nicht.

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