
Alpine A310 Vision: Der französische 911-Rivale kehrt zurück
Zum 55. Geburtstag der A310 zeigt Alpine in Paris eine Designstudie: 4,55 Meter lang, nur 1,18 Meter hoch, mit Pop-down-Scheinwerfern.
Alpine A310 Vision: Der französische 911-Rivale kehrt zurück – als Einzelstück
Zum 55. Geburtstag der A310 zeigt Alpine in Paris eine Designstudie: 4,55 Meter lang, nur 1,18 Meter hoch, mit Pop-down-Scheinwerfern. Technische Daten gibt es keine – und laut Alpine auch keinen Serienableger.
Alpine hat auf dem Pariser Autosalon die A310 Vision enthüllt, eine Hommage an die vierzylindrige A310 von 1971 und an die A310 V6, die 2026 ihren 50. Geburtstag feiert. Die Studie kommt mit einer ungewöhnlich klaren Ansage: Sie sei ein „unabhängiges Designkonzept" und ausdrücklich keine Ankündigung eines künftigen Serienmodells. Sehen lassen kann sie sich trotzdem – ein flacher, breiter Keil, der aussieht, als hätte jemand die 70er-Jahre-Flunder mit heutigen Mitteln neu gezeichnet. Genau das ist laut Alpine die Idee dahinter.
Keine Zahlen, dafür eine Plattform
Wer Leistung, Drehmoment oder Sprintzeit sucht, wird enttäuscht: Alpine nennt für die A310 Vision keinerlei Antriebsdaten, die Studie ist reine Formensache. Technisch basiert sie auf der neuen Alpine Performance Platform (APP), die Gewichtsverteilung, Steifigkeit und flexible Karosserieformen ermöglichen soll, ohne die typischen Fahreigenschaften zu opfern. Dieselbe Architektur liegt auch unter der nächsten, elektrischen A110. Die A310 Vision zeigt damit vor allem eines: wie viel gestalterische Freiheit die Plattform den Designern lässt – und nicht, was ein künftiges Serienauto leisten wird.
Aluminium, Schwarz und eine Glasblase
Die Proportionen sind der eigentliche Auftritt: 4,55 Meter Länge, 2,03 Meter Breite an der breitesten Stelle am Heck, nur 1,18 Meter Höhe und 2,45 Meter Radstand. Die Designer haben sich dafür eine echte A310 mitten ins Studio gestellt und von Hand skizziert. Herausgekommen ist eine Mischung aus der schlichten Linie der frühen Vierzylinder und den breiten Kotflügeln der V6-Versionen. Die Optik erinnert vor allem an die V6 mit Breitbau-Kit.
Die Karosserie besteht aus Aluminium, der untere Bereich ist schwarz gehalten und folgt einer organischen, von der Formel 1 inspirierten Formgebung. Darüber sitzt die halbtransparente Kabine wie eine Blase. Die Räder tragen die markentypische „A"-Form – ein dreieckiges Motiv als Verbeugung vor den Vollmetallrädern der frühen A310.
Pop-down-Scheinwerfer und Hi-Fi-Regler
Die Scheinwerfer sitzen in einer Einbuchtung der Front und werden beim Start sichtbar – der „Pop-down"-Effekt soll den Charakter des Autos „enthüllen". Auf der Motorhaube sitzt ein S-Duct, mittig verläuft eine „Y zero" genannte Linie, die einen Fluchtpunkt zum Heck zieht. Der Heckflügel ist zweigeteilt und soll mit seiner Transparenz an Eis und Berge erinnern, die lamellenförmigen Rückleuchten erzeugen zusätzlich Abtrieb.
Der Innenraum bleibt bewusst vage: Alpine gewährt nur einen halbtransparenten Blick auf organisch geformte Sitze, Bauteile in kräftigen „Colour-Block"-Farben und physische Bedienelemente, die von Hi-Fi-Geräten inspiriert sind. Die Studie sei in erster Linie eine Übung in Exterieurdesign.
Einzelstück, aber nicht ohne Zukunft
Einen Preis gibt es nicht, denn die A310 Vision ist ein Unikat und steht in Paris nur zum Anschauen. Ganz ohne Serienbezug ist die Marke aber nicht unterwegs: Laut Medienberichten soll ab 2028 eine neue A310 die Alpine-Palette nach oben abrunden – ein vollelektrisches, viersitziges Coupé auf Basis derselben APP-Plattform, oberhalb der für 2027 erwarteten zweiten Generation der A110. Alpines elektrische Modelloffensive „Dream Garage" sollte ursprünglich drei Modelle umfassen, inzwischen sind Berichten zufolge bis 2030 sieben neue Elektro-Baureihen geplant.
Ob die Serien-A310 so mutig aussieht wie die Studie, bleibt offen. Alpine bestreitet jede direkte Verwandtschaft – ein Dementi, das bei Concept Cars bekanntlich nicht immer das letzte Wort ist.
Technische Daten Alpine A310 Vision
- Typ: Designstudie, Einzelstück (kein Serienmodell)
- Plattform: Alpine Performance Platform (APP)
- Antrieb, Leistung, Drehmoment: nicht genannt
- 0–100 km/h, Vmax: nicht genannt
- Länge: 4,55 m
- Breite: 2,03 m (an der breitesten Stelle am Heck)
- Höhe: 1,18 m
- Radstand: 2,45 m
- Karosserie: Aluminium, schwarzer Unterbau, halbtransparente Kabine
- Räder: „A"-förmiges Design
- Debüt: 12. Oktober 2026, Pariser Autosalon
- Preis: keiner (Unikat)
- Serie: laut Alpine kein Serienvorbote, eine eigenständige neue A310 wird Berichten zufolge ab 2028 erwartet
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