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Audis nächstes großes Abenteuer!
News03. März 2026

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Ein Offroader für die Wildnis?

Audis nächstes großes Abenteuer: Ein Offroader für die Wildnis?

Audi-Chef Gernot Döllner schließt ein ernsthaftes Geländefahrzeug nicht aus – knüpft sein Ja aber an klare Bedingungen. Pickups mit Leiterrahmen und Portalachsen – das ist eigentlich nicht das Terrain, auf dem sich Audi bewegt. Doch genau dort könnte die Marke mit den vier Ringen in den kommenden Jahren auftauchen. CEO Gernot Döllner hat gegenüber dem australischen Magazin Carsales erstmals offen darüber gesprochen, was es bräuchte, damit Ingolstadt in den Ring gegen Mercedes G-Klasse und Land Rover Defender steigt.

Grundsätzlich offen – aber mit Bedingungen

Döllners Botschaft ist klar: Ein echtes 4x4-Modell ist denkbar, aber nicht um jeden Preis. Eine komplett neue Architektur zu entwickeln, kommt für ihn wirtschaftlich nicht infrage. Stattdessen müsse man auf eine bereits existierende Plattform zurückgreifen, die im Segment auch glaubwürdig ist – sonst ergibt das Ganze schlicht keinen Sinn. Eine endgültige Entscheidung ist laut Döllner noch nicht gefallen.

Das Konzept, das die Fantasie beflügelt

Dass Audi das Thema nicht einfach beiseitelegt, zeigte das Q6 E-Tron Offroad Concept aus dem vergangenen Jahr. Die Studie mit Portalachsen basierte auf der Premium Platform Electric (PPE) – für ein Serienmodell favorisiert Döllner allerdings einen klassischen Leiterrahmen, der im harten Gelände die nötige Robustheit mitbringt.

Scout Motors als Schlüssel?

Naheliegend wäre ein Griff ins Regal des eigenen Konzerns. Scout Motors, die VW-Tochter, die in den USA gerade mit dem Pickup Terra und dem SUV Traveler neu startet, setzt genau auf jene Leiterrahmen-Architektur, die Döllner vorschwebt. Beide Modelle kommen 2026 als Elektrofahrzeuge mit optionalem Verbrenner als Range Extender auf den Markt. Ob Audi dieses Fundament für ein eigenes Luxusmodell nutzt, ist noch offen – ein Serienmodell hat bislang kein grünes Licht erhalten. Realistisch wäre ein Debüt frühestens um das Jahr 2030.

Passt das überhaupt zu Audi?

Puristen mögen die Stirn runzeln – Döllner selbst sieht das gelassen. Die Marke Audi sei breit genug aufgestellt, um nahezu jedes Segment zu bespielen, sagt er. Und tatsächlich: Quattro-Antrieb gehört zur DNA von Audi wie kaum etwas sonst. Ein ernsthafter Offroader wirkt da weniger wie ein Fremdkörper, als man zunächst denken würde. Preislich würde ein solches Modell allerdings deutlich über dem Scout Traveler liegen, der in den USA für unter 60.000 US-Dollar zu haben sein soll. Andere Baustellen zuerst Kurzfristig hat Audi ohnehin andere Prioritäten. Noch in diesem Jahr steht die Premiere des Q9 an – ein vollwertiger Siebensitzer, der es mit BMW X7 und Mercedes GLS aufnehmen soll. Für 2026 folgt die nächste Generation des Q7. Der potenzielle Offroader bleibt vorerst ein Gedankenspiel.

Fazit

Das Potenzial wäre da. Der Markt für robuste Luxus-SUVs wächst seit Jahren, und ein Audi, der dort ansetzt, wo der erste Porsche Cayenne einst die Messlatte legte, hätte durchaus seine Daseinsberechtigung. Entscheidend wird sein, ob Scout Motors seinen Neustart erfolgreich meistert – denn das könnte den Konzern ermutigen, das Konzept mit einer Audi-Variante nach oben zu öffnen. Bis dahin bleibt es bei einem vielversprechenden „Vielleicht".

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