
Aus dem ID.4 soll der ID. Tiguan werden
Das Facelift markiert nicht nur optisch einen Neuanfang
VW denkt um: Aus dem ID.4 soll der ID. Tiguan werden
Das Facelift markiert nicht nur optisch einen Neuanfang
Volkswagen verabschiedet sich schrittweise von der nüchternen Zahlenlogik bei seinen Elektroautos. Statt kryptischer Modellbezeichnungen rücken bekannte Namen aus der Verbrennerwelt wieder in den Vordergrund. Nach ID. Polo und ID. Cross steht nun der nächste, deutlich größere Schritt bevor: Der ID.4 soll künftig als ID. Tiguan antreten.
Darauf deuten Informationen hin, die Automotive News veröffentlicht hat. Demnach haben Vertreter der IG Metall diese Namensänderung im Rahmen einer Presseveranstaltung im VW-Werk Emden angedeutet. Dort läuft der ID.4 seit 2022 vom Band – und dort soll offenbar auch das grundlegend überarbeitete Modell eine neue Identität erhalten.
Deutlich mehr als Modellpflege
Mit dem anstehenden Facelift vollzieht Volkswagen beim ID.4 keinen kosmetischen Eingriff, sondern einen umfassenden Umbau. Getarnte Erlkönige lassen erkennen, dass sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch der Innenraum spürbar modernisiert werden.
An der Front sind neue Stoßfänger und eine überarbeitete Lichtsignatur zu erwarten, inklusive eines beleuchteten VW-Logos. Im Innenraum soll Volkswagen stärker auf bewährte Konzepte setzen: Elemente aus jüngeren ID-Modellen wie dem ID. Polo gelten als gesetzt, insbesondere bei Bedienstruktur und Materialanmutung.
Technik-Update auf bekannter Basis
Die MEB-Plattform bleibt zwar das technische Fundament, wird jedoch weiterentwickelt. Neue Batteriegenerationen, leistungsstärkere Elektromotoren und verbesserte Assistenzsysteme sollen das elektrische SUV spürbar nach vorn bringen. Antriebsseitig dürfte Volkswagen am bisherigen Angebot festhalten: Heckantrieb als Basis, Allradvarianten für stärkere Versionen.
Noch nicht endgültig geklärt ist die Zukunft des ID.5. Ob das SUV-Coupé parallel weitergeführt wird oder dem neuen Namenskonzept zum Opfer fällt, ist derzeit offen.
Neue Namen, klare Strategie
Parallel zum ID.4-Facelift plant Volkswagen auch für andere Modelle größere Überarbeitungen. Der ID.3 soll 2026 tiefgreifend modernisiert werden, wird seinen Namen aber voraussichtlich behalten. Ein ID.Golf ist hingegen erst mit der neunten Generation des Klassikers vorgesehen.
Mit der Rückkehr zu bekannten Modellnamen verfolgt VW ein klares Ziel: Elektroautos sollen weniger erklärungsbedürftig sein – und emotional näher an das rücken, was Kunden seit Jahrzehnten kennen. Der ID. Tiguan wäre dafür ein logischer und strategisch wichtiger Schritt.
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