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Der letzte echte Alpina rollt aus Spartanburg!
NewsSportwagen08. März 2026

Der letzte echte Alpina rollt aus Spartanburg!

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120 Exemplare, matte Sonderlackierungen, handgenähte Reisetaschen – und leider kein einziges für Deutschland.

Der letzte echte Alpina rollt aus Spartanburg

120 Exemplare, matte Sonderlackierungen, handgenähte Reisetaschen – und leider kein einziges für Deutschland.

Manche Abschiede kommen mit Konfetti. Dieser kommt mit Lavalina-Leder, geschwärzten Schmiederädern und einer Mittelkonsolen-Plakette, die dezent daran erinnert, dass man Teil von etwas Letztem ist. Der BMW Alpina XB7 Manufaktur ist das Ende eines Kapitels – und er weiß es.

Seit Anfang 2026 gehören die Markenrechte an Alpina vollständig zur BMW Group. Was das langfristig für den Charakter der Fahrzeuge bedeutet, wird sich zeigen. Was es kurzfristig bedeutet, ist klarer: Der XB7, das größte Modell, das Alpina je gebaut hat, bekommt eine letzte Sonderserie – gefertigt ab September im BMW-Werk Spartanburg, limitiert auf 120 Stück. Und ausschließlich für Nordamerika.

Das ist die schlechte Nachricht für hiesige Sammler, und sie steht explizit in der Pressemitteilung: USA und Kanada. Ob Europa eine vergleichbare Abschiedsedition bekommt, ist offen – beim in South Carolina gebauten X7 aber strukturell unwahrscheinlich.

Gefroren, geschwärzt, bestickt

Was die Manufaktur-Edition von allen vorherigen XB7-Modellen unterscheidet, ist vor allem eine Premiere: matte Lackierungen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Modells bietet Alpina sogenannte Frozen-Töne an – Frozen Alpina Green und Frozen Alpina Blue. Beides sind keine Zufallsfarben, sondern das Haus-Grün und Haus-Blau der Marke, nur ohne Glanz. Das Shadowline-Paket macht den Rest: Nieren, Fensterrahmen, Endrohrblenden und die 23-Zoll-Schmiederäder tragen alle Hochglanzschwarz. An der B-Säule sitzt ein gelaserte „Manufaktur"-Schriftzug, der so beiläufig platziert ist, dass nur Eingeweihte ihn bemerken – was natürlich der Sinn der Sache ist.

Innen geht es typisch Alpina zu: Merino-Volleder in Tartufo, gestickte Logos auf den Kopfstützen in Grün und Blau, eine nummerierte Plakette mit der Aufschrift „1 of 120". Das Charmanteste ist allerdings das, was sich nicht festschrauben lässt: Jeder Käufer bekommt zwei handgefertigte Weekender-Taschen aus Lavalina-Leder, farblich auf den Innenraum abgestimmt. Ein Detail, das nichts kostet außer Aufwand – und das genau deshalb erzählt, worum es bei Alpina immer ging.

639 PS, unverändert

Unter der Haube arbeitet der bekannte 4,4-Liter-Biturbo-V8, Basis BMW S68, in US-Spezifikation mit 470 kW und 800 Nm. 3,9 Sekunden auf 100 km/h. Das Fahrwerk – Zwei-Achs-Luftfederung mit Alpina-spezifischer Abstimmung, aktive Wankstabilisierung – wurde für das Sondermodell nicht angefasst. Zu Recht: Es gilt seit Jahren als Maßstab für jene, die in dieser Gewichtsklasse nicht zwischen Komfort und Fahrdynamik wählen wollen.

Was bleibt

Der XB7 war 2020 das erste Alpina-Modell, das nie einen Schraubenzieher in Buchloe gesehen hat. Dass er jetzt als „Manufaktur"-Sonderedition ausläuft, während BMW die Marke übernimmt, hat eine gewisse Ironie. Die letzten Alpinas, die wirklich noch aus dem Allgäu kamen, sind der B3 GT und der B4 GT. Der XB7 Manufaktur ist ihr amerikanischer Bruder im Geiste – 180.000 Dollar, rund 165.000 Euro, und bereits im Herbst ausgeliefert. Wer ihn haben will, weiß, wohin er schreiben muss. Wer ihn aus Deutschland bestellen wollte, schreibt leider ins Leere.

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