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News02. März 2026

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Volvo schickt 2,5 Millionen Autos ins Software-Bad!

Digitales Frischöl: Volvo schickt 2,5 Millionen Autos ins Software-Bad

Wer einen Volvo aus den letzten fünf Jahren fährt, erlebt in den nächsten Wochen eine stille Revolution im Cockpit – kostenlos, über Nacht und ohne Werkstattbesuch. Schweden gelten nicht als Hasardeure. Volvo schon gar nicht. Doch was die Götebörger gerade anstoßen, ist für die Branche durchaus bemerkenswert: Ein einziges Over-the-Air-Update soll rund 2,5 Millionen Fahrzeuge in 85 Ländern auf den neuesten Stand bringen – die bislang größte digitale Runderneuerung in der Geschichte des Unternehmens. Der Kern der Sache ist eigentlich schlicht: Wer heute in einen brandneuen EX90 einsteigt, soll sich in Zukunft auch in einem drei Jahre alten XC40 genauso zurechtfinden. Das neue Interface, das Volvo unter dem Namen „Volvo Car UX" ausrollt, wandert per Update in die Bestandsflotte – vom S60 über den XC60 bis hin zum V90 Cross Country, für alle Android-basierten Modelle ab Baujahr 2020.

Weniger Tippen, mehr Fahren

Was ändert sich konkret? Vor allem der Startbildschirm wird neu gedacht. Karte, Musik und Telefon erscheinen künftig gleichzeitig – wer navigiert, verliert also nicht mehr den Überblick über seinen Spotify-Stream. Am unteren Displayrand zieht eine kontextsensitive Leiste ein, die sich dem Fahrzustand anpasst: Bei niedrigem Tempo blendet sie automatisch die Parkkameras ein. Klingt klein, ist es aber nicht – genau solche Details entscheiden im Alltag über Frust oder Zufriedenheit. Für PHEV-Fahrer gibt es ebenfalls eine Erleichterung: Der rein elektrische „Pure"-Modus lässt sich nun direkt vom Hauptbildschirm aktivieren, statt ihn durch mehrere Menüebenen zu graben.

Kostenloses Update – mit einem Haken

Die gute Nachricht zuerst: Das Update ist gratis. Die etwas weniger gute: Volvo nutzt die neue Softwarebasis auch, um die Infrastruktur für künftige Bezahlfunktionen zu legen. Wer etwa den Spurhalteassistenten „Pilot Assist" bislang nicht an Bord hat, könnte ihn laut Volvo künftig per Kauf nachträglich aktivieren. Das ist ein Geschäftsmodell, das in der Branche gerade Fahrt aufnimmt – und das entsprechend kontrovers diskutiert wird. Ebenfalls in Vorbereitung: die Integration von Google Gemini als sprachgesteuertem KI-Assistenten, die im Laufe des Frühjahrs folgen soll.

Wer sein Update erhält, wird per Displaymeldung informiert. Dann heißt es: Laden über Nacht – und morgens ins Cockpit eines Autos steigen, das irgendwie neu wirkt. Ohne dass irgendjemand geschraubt hat.

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