
Ford antwortet – mit Zeitmesser
6:41,74 Minuten. Wenn die Zahl stimmt, hat der Mustang GTD der Corvette den Nordschleifen-Titel wieder abgenommen. Offiziell bestätigt ist noch nichts.
Es gibt Duelle, die man sich einfach ansehen muss. Das zwischen Ford und Chevrolet um den Titel des schnellsten US-Autos auf der Nordschleife gehört dazu – nicht weil es sportlich bedeutungslos wäre, sondern weil beide Seiten es erkennbar ernst nehmen.
Der Ausgangspunkt: Die Chevrolet Corvette ZR1X hatte dem Mustang GTD den inoffiziellen amerikanischen Nordschleifen-Thron entrissen, mit einer Zeit von 6:49,275 Minuten. Fords Reaktion damals war knapp und eindeutig: „Game On.“ Vergangene Woche folgte offenbar die Antwort.
Was das Video zeigt – und was es nicht beweist
Ein Clip des YouTube-Kanals Statesidesupercars dokumentiert einen GTD-Lauf auf der Nordschleife, der es in sich hat. Die behauptete Zeit: 6:41,74 Minuten. Das wäre eine Verbesserung von gut zehn Sekunden gegenüber dem bisherigen GTD-Bestwert von 6:52,072 – und rund sieben Sekunden schneller als die ZR1X. Selbst wenn man eine Messungenauigkeit von einer Sekunde einrechnet, läge der Mustang vorne.
Offizielle Bestätigung von Ford gibt es bislang nicht. Laut Videobeschreibung soll es sich zudem um eine weiterentwickelte Variante des GTD gehandelt haben – möglicherweise ein GTD Evo mit überarbeiteter Aerodynamik. Was genau am Auto verändert wurde, bleibt vorerst unklar.
Was der GTD ist
Wer das Fahrzeug nicht kennt: Der Mustang GTD ist Fords straßenzugelassene Interpretation des eigenen GT3-Rennwagens. Ein aufgeladener 5,2-Liter-V8 mit 814 PS und 900 Nm, kombiniert mit einer semiaktiven Inboard-Pushrod-Aufhängung hinten, einer Kardanwelle aus Carbon, einem Achtgang-Doppelkupplungs-Transaxle-Getriebe und einer nahezu perfekten 50:50-Gewichtsverteilung. Preis: über 359.000 Euro. Kein Auto für den Alltag – aber auch keines, das für den Alltag gebaut wurde.
Warum dieses Duell mehr ist als Ego
Ford gegen Chevrolet auf der Nordschleife hat etwas von einem Klassiker, der sich gerade neu erfindet. Beide Hersteller stacheln sich gegenseitig an, beide investieren erkennbar in immer schärfere Versionen ihrer Fahrzeuge. Was dabei herauskommt, sind Autos, die an die Grenze des straßenzugelassenen Möglichen gehen.
Ob Ford die Zeit offiziell bestätigt, dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Und Chevrolet hat sicher schon einen Kalender zur Hand.
Weitere News

29. Oktober 2026
ABT RS5-R: 720 PS für den neuen Audi RS 5
ABT Sportsline hat heute den RS5-R für den neuen Audi RS 5 vorgestellt, als Limousine und als Avant. Das Sondermodell ist weltweit auf 130 Fahrzeuge limitiert und war schon zur Vorstellung bestellbar.
Mehr lesen
28. Oktober 2026
Splitter, Winglets, Schwarz-Felgen: CUPRA bringt ABT-Look ab Werk!
CUPRA Österreich hat in der Wiener City Garage das „Design-Paket by ABT“ präsentiert. Dazu gibt es sechs limitierte Sondermodelle. Das Paket schärft die Optik, die Versprechen zur Performance bleiben aber ohne Zahlen.
Mehr lesen
15. Oktober 2026
Alpine A310 Vision: Der französische 911-Rivale kehrt zurück
Zum 55. Geburtstag der A310 zeigt Alpine in Paris eine Designstudie: 4,55 Meter lang, nur 1,18 Meter hoch, mit Pop-down-Scheinwerfern.
Mehr lesen