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Maybach neu gedacht – aber erkennbar Maybach
NewsSportwagen30. März 2026

Maybach neu gedacht – aber erkennbar Maybach

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Größerer Kühlergrill, KI-Assistent, Räder mit schwebendem Stern und erstmals ein lederfreies Interieur: Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse ist die umfassendste Überarbeitung seit Jahren.

Es gibt Autos, die man kauft. Und es gibt Autos, die man beauftragt. Die Mercedes-Maybach S-Klasse gehört klar in die zweite Kategorie – und mit der nun vorgestellten Neuauflage zieht Mercedes die Linie zwischen beiden Welten noch deutlicher.

Seit dem 25. März kann das Fahrzeug in den ersten europäischen Märkten bestellt werden. Was man bekommt, ist laut Stuttgart die umfassendste Aktualisierung in der Geschichte des Modells.

Was sich von außen verändert hat

Der Kühlergrill wurde um 20 Prozent vergrößert, die Kontur ist nun beleuchtet, ebenso der Maybach-Schriftzug im Rahmen. Roségoldene Akzente in den Doppelstern-Scheinwerfern. Ein Detail, das man erst beim zweiten Hinsehen bemerkt: Alle geschmiedeten Räder tragen im Zentrum einen Mercedes-Stern, der auf einem Kugellager montiert ist – er bleibt stets aufrecht stehen, egal wie schnell sich das Rad dreht. Ein technischer Aufwand, den kein Mensch braucht und der genau deshalb erzählt, worum es bei Maybach geht.

Beim Ein- und Aussteigen projiziert ein Seitenschweller-Projektor den Maybach-Schriftzug auf den Boden. Dezent. Selbstbewusst. Typisch.

Innen: handwerklich verfeinert, digital aufgerüstet

Das Cockpit bekommt die vierte Generation MBUX – erstmals in einem Maybach-Modell auf Basis des hauseigenen Betriebssystems MB.OS. Der seriênmäßige Superscreen verbindet Zentral- und Beifahrerdisplay unter einer gemeinsamen Glasfläche. Die Kombiinstrument-Tuben sind in Roségold gehalten, ein goldenes Maybach-Emblem sitzt zwischen den Ringen.

Für die Fondpassagiere gibt es zwei 13,1-Zoll-Displays sowie die Möglichkeit zur Videotelefonie. Das Kühlfach hinter der Fondarmlehne fasst zehn Liter und hält die optionalen Champagnerkelche von Robbe & Berking auf Temperatur.

Neu und bemerkenswert: Erstmals bietet Maybach ein lederfreies Interieur an. Das „Stormy Grey“-Konzept kombiniert Ledernachbildung mit dem Textil „Mirville“ aus Leinen und recyceltem Polyester. Wer bei Maybach auf Tierleder verzichten möchte, muss dafür keine Kompromisse bei der Optik eingehen.

Motoren, Fahrwerk, Assistenz

Die Motorenpalette wurde vollständig überarbeitet. Das Topmodell S 680 bekommt den weiterentwickelten V8 mit 450 kW plus 17 kW Mild-Hybrid-Unterstützung und 850 Nm – auf dem Leistungsniveau des bisherigen V12. Der V12 bleibt in ausgewählten Märkten verfügbar. Der S 580e kombiniert einen überarbeiteten Sechszylinder mit Elektromotor, rund 100 Kilometer rein elektrische Reichweite und einer Systemleistung, die gegenüber der Vorgängergeneration um bis zu 55 kW gestiegen ist.

Das neue AIRMATIC-Fahrwerk greift auf Car-to-X-Daten vorausfahrender Mercedes-Fahrzeuge zurück – das System weiß, was auf der Straße kommt, bevor die Räder darüber rollen. Der MBUX Virtual Assistant kombiniert ChatGPT 4o, Microsoft Bing und Google Gemini.

Individualisierung als Kernversprechen

Nahezu jede ausgelieferte Maybach S-Klasse trägt mindestens ein MANUFAKTUR-Element – im Schnitt drei. Über 150 Lackfarben, mehr als 400 Interieurfarben, neue Töne wie das funkelnd schwarze „black sparkling“ mit echten Glasplättchen oder das matte „verdesilber magno“. Wer individuelle Wünsche hat, kann sich im MANUFAKTUR Made to Measure-Programm beraten lassen – im Showroom, zu Hause oder im Sindelfinger Center of Excellence, wo ab April 2026 die Serienproduktion anläuft.

Maybach war schon immer ein Versprechen. Die neue S-Klasse ist der Beweis, dass man dieses Versprechen auch nach 105 Jahren noch ernst nimmt.

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