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Nissan Juke III: Schluss mit Verbrenner, Neustart als Stromer
NewsElektro14. April 2026

Nissan Juke III: Schluss mit Verbrenner, Neustart als Stromer

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Einer der meistverkauften Crossover Europas wechselt die Antriebsform. Ab 2027 fährt der Juke nur noch elektrisch.

Manche Modellnamen überleben Generationen, weil sie ein Lebensgefühl transportieren. Der Nissan Juke ist so ein Fall. 2010 erschien er als Außenseiter, polarisierte mit seiner kantigen Schnauze und seinem hochbeinigen Kompaktformat – und wurde trotzdem oder gerade deshalb zum Bestseller. Mehr als 1,5 Millionen verkaufte Einheiten in Europa später steht nun der dritte Generationswechsel an. Und der hat es in sich: Der neue Juke fährt ausschließlich elektrisch.

Strategischer Schachzug, kein Zufall

Die Ankündigung fiel beim sogenannten „Nissan Vision Event“ am japanischen Firmensitz, wo der Konzern seine mittelfristige Produktstrategie skizzierte. Der Juke nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Als bekannte, emotionale Baureihe soll er Bestandskunden den Einstieg in die Elektrowelt erleichtern – nicht durch Überzeugungsarbeit, sondern durch ein vertrautes Gesicht mit neuer Technik darunter.

Damit folgt er dem Micra, der ebenfalls auf reinen Elektroantrieb umgestellt wurde. Anders als jener basiert der neue Juke allerdings nicht auf einer Renault-Plattform, sondern bleibt ein eigenständiges Modell – ein Unterschied, den Nissan intern betont.

Plattform aus dem Allianz-Regal

Technisch greift Nissan auf die CMF-EV-Architektur zurück, die im Renault-Nissan-Mitsubishi-Verbund entwickelt wurde und bereits unter dem Ariya zum Einsatz kommt. Das Kompaktformat des Juke bleibt erhalten; Nissan beschreibt das Fahrzeug als agilen, emotionalen Crossover, der den charakteristischen Auftritt der Baureihe ins Elektrozeitalter übersetzen soll.

Konkrete Zahlen zu Akkukapazität, Reichweite oder Motorleistung nennt der Hersteller bislang nicht – das dürfte sich bis zum geplanten Marktstart im Frühjahr 2027 ändern.

Sunderland bleibt das Herzstück

Gebaut wird der Elektro-Juke im englischen Sunderland, wo Nissan bereits den Leaf produziert. Die Testproduktion soll in den kommenden Wochen anlaufen, die reguläre Serienproduktion folgt später. Das Werk gilt als zentraler Baustein von Nissans europäischer EV-Strategie. Entwicklung und Design entstehen weiterhin im europäischen Netzwerk, mit Standorten in Großbritannien, Spanien und Deutschland.

Teil einer breiteren Offensive

Der Juke ist nicht das einzige Elektroprojekt, das Nissan für Europa plant. Das Portfolio soll künftig den neuen Micra, einen dritten Leaf, den Ariya, den Kleintransporter Townstar sowie ein weiteres Modell im Kleinstwagensegment umfassen. Der Juke soll die Lücke im B-Segment schließen – jenem hart umkämpften Kompaktsegment, in dem viele Kaufentscheidungen fallen.

Gleichzeitig hält Nissan an seinen Hybridvarianten fest. Qashqai e-Power und der aktuelle Juke Hybrid bleiben im Programm. Der neue Juke steht dem gegenüber klar für die andere Seite: kein Kompromiss, kein Range Extender – reiner Stromer.

Wie radikal die dritte Generation tatsächlich wirkt, wird sich zeigen, wenn Nissan die technischen Details und das finale Design freigibt. Bis Frühjahr 2027 ist noch Zeit – und die dürfte Nissan nutzen, um aus der Ankündigung ein Argument zu machen.

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