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Polestar korrigiert Kurs!
NewsElektro21. Februar 2026

Polestar korrigiert Kurs!

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Mehr Tasten, mehr Individualisierung, neues Infotainment!

Polestar korrigiert Kurs: Mehr Tasten, mehr Individualisierung, neues Infotainment

Polestar reagiert auf veränderte Kundenwünsche und strengere Vorschriften: Künftige Modelle der schwedischen Marke sollen wieder stärker auf physische Bedienelemente setzen. Damit verabschiedet sich Polestar zumindest teilweise vom bislang sehr konsequent umgesetzten Bildschirmkonzept.

Seit dem Marktstart setzte die Marke nahezu vollständig auf große Touchscreens und ein bewusst reduziertes Interieur. Viele Funktionen wurden tief ins zentrale Display verlagert, klassische Schalter waren die Ausnahme. Dieses Konzept steht nun vor einer spürbaren Anpassung.

Designchef Philipp Römers kündigte in einem Online-Webcast an, dass kommende Fahrzeuge wieder mehr haptische Tasten und Drehregler erhalten sollen. Hintergrund ist nicht nur das Feedback von Kundinnen und Kunden, die reine Touch-Bedienung zunehmend kritisch sehen. Auch regulatorische Entwicklungen spielen eine Rolle.

So verschärft Euro NCAP in Europa die Anforderungen für eine Fünf-Sterne-Bewertung. Bestimmte Funktionen müssen künftig über physische Bedienelemente erreichbar sein, um als sicher und ablenkungsarm zu gelten. Auch in China, einem wichtigen Markt für Polestar, nehmen die Vorgaben in Bezug auf touchscreenlastige Innenräume zu.

Parallel dazu will Polestar das bestehende Infotainmentsystem weiterentwickeln. Die Marke bleibt bei Android Automotive, plant jedoch eine stärkere Personalisierung. Ziel ist ein Nutzererlebnis, das sich individueller anpassen lässt und weniger generisch wirkt.

Auch beim Interieur selbst kündigt sich Veränderung an. Modelle wie der Polestar 3 und der Polestar 4 sollen künftig mit neuen Farben und Materialien angeboten werden. Bisher dominierten vor allem zurückhaltende Töne wie Grau, Weiß und Schwarz das Angebot.

Die Anpassungen sind Teil einer umfassenderen Neuausrichtung. Polestar spricht von der größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Neben Überarbeitungen bestehender Baureihen wie dem Polestar 2 ist mit dem Polestar 7 auch ein komplett neues Modell angekündigt. Der Roadster Polestar 6, ursprünglich früher erwartet, wurde hingegen zeitlich verschoben.

Unterm Strich deutet vieles auf einen pragmatischeren Ansatz hin: weniger radikale Minimalistik, mehr Alltagstauglichkeit. Für eine Marke, die stark über Design und Reduktion definiert wurde, ist das ein bemerkenswerter, aber nachvollziehbarer Schritt.

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