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Porsche-Chef fährt den elektrischen 718 – und lobt ihn!
NewsElektroSportwagen14. März 2026

Porsche-Chef fährt den elektrischen 718 – und lobt ihn!

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Vier Jahre Gerüchte, ein neuer CEO, und endlich ein klares Zeichen: Der elektrische Boxster kommt. Wann genau, bleibt offen.

Porsche-Chef fährt den elektrischen 718 – und lobt ihn

Vier Jahre Gerüchte, ein neuer CEO, und endlich ein klares Zeichen: Der elektrische Boxster kommt. Wann genau, bleibt offen.

Seit März 2022 begleitet die Sportwagenwelt eine Frage, die je nach Perspektive Vorfreude oder Unbehagen auslöst: Was wird aus dem 718, wenn der Verbrenner wegfällt? Damals kündigte Oliver Blume den Wechsel zu Elektroantrieb an, zur Mitte des Jahrzehnts sollten Boxster und Cayman als reine Stromer in den Handel kommen. Es folgten vier Jahre Spekulation, Medienberichte über angebliche Projektabbrüche, Dementis, neue Gerüchte – das übliche Rauschen um ein Fahrzeug, das die Gemüter bewegt, bevor auch nur ein offizielles Bild existiert.

Im März 2026 steht der elektrische 718 noch immer nicht in den Showrooms. Aber gestrichen ist er auch nicht.

Der neue Mann an der Spitze hat das Auto selbst gefahren

Michael Leiters, der Blume-Nachfolger in Zuffenhausen, nahm das Thema während der jüngsten Bilanzpressekonferenz kurz, aber unmissverständlich in die Hand. Er habe das Fahrzeug zuletzt mehrfach selbst bewegt, sagte er – und das Urteil fiel so aus, wie man es von einem CEO erwarten darf, aber eben auch nicht zwingend erwarten muss: „Es ist ein großartiges Auto, und die Leute leisten hervorragende Arbeit bei der Entwicklung."

Gut, was soll er auch anderes sagen. Aber es ist nicht der einzige Porsche-Manager, der in letzter Zeit so klingt. Daniel Schmollinger, Managing Director Australien, berichtete nach einer Prototypenfahrt auf einer Rennstrecke von einem Fahrzeug, das ausgewogene Gewichtsverteilung und Direktheit eines Karts vereint – mit dem zusätzlichen Schub, den ein Elektromotor in den unteren Drehzahlbereichen mitbringt, wo ein Verbrenner noch zögert.

Zwei Manager, zwei unabhängige Fahrerlebnisse, dasselbe Fazit. Das ist kein Zufall.

Herbst als frühestmöglicher Termin

Leiters deutete an, Porsche werde im Herbst weitere Details zur Modellpalette kommunizieren – inklusive möglicher „Ergänzungen oder Anpassungen". Das ist Unternehmenssprache für: Dann erfahren wir mehr. Seriennahe Studien von Boxster und Cayman EV könnten in diesem Zeitfenster gezeigt werden; mit Auslieferungen vor 2027 rechnet realistischerweise niemand mehr.

Was die Positionierung betrifft, hat Porsche inzwischen Abstand von der ursprünglichen Idee genommen, den Elektro-718 als vollständigen Verbrennerersatz zu vermarkten. Nach dem Produktionsende der benzinbetriebenen Variante im Oktober vergangenen Jahres sollen gegen Ende des Jahrzehnts Sechszylinder-Topmodelle zurückkehren. Details fehlen noch.

Porsche, Audi und ein gemeinsamer Baukasten

Abseits des 718 wurde bei der Pressekonferenz auch die Zusammenarbeit mit Audi konkreter. Finanzvorstand Jochen Breckner erwähnte eine Lizenzzahlung von rund einer Milliarde Euro in Richtung Ingolstadt – nicht nur für den Q5-basierten Verbrenner-Crossover, sondern für mehrere gemeinsam entwickelte Projekte beider Marken. Leiters sprach offen davon, Sportwagen „grundlegend neu" zu denken und Synergien über Modellgrenzen hinweg zu heben. Weniger Euphemismus: mehr Gleichteile, schnellere Entwicklungszyklen, niedrigere Kosten.

Dazu gehört auch Audis Concept C, das innerhalb der nächsten zwei Jahre in Serie gehen soll – ausschließlich elektrisch, mit versenkbarem Targa-Dach und wahlweise Hinter- oder Allradantrieb.

Der elektrische 718 ist also nicht verschwunden. Er wird entwickelt, er wird gefahren, er wird gelobt. Er braucht nur noch etwas Zeit.

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