
Mercedes S-Klasse Facelift: Ein Blick in die Zukunft.
Das Mercedes S-Klasse Facelift lässt uns in die Zukunft der Superlimousinen blicken. Was wird das längst überfällige Facelift bringen?
Was wir jetzt schon wissen:
Der noch immer leicht kaschierte Erlkönig zeigt bereits deutlich überarbeitete Frontleuchten, die nur minimal verdeckt sind. Ihr auffälliges, sternförmiges Design sticht sofort ins Auge. Auch am Heck wird es Veränderungen geben: Die neuen Rücklichter sollen Berichten zufolge Elemente des Mercedes-Logos integrieren. Insgesamt wirkt es, als würde Mercedes aktuell großen Wert darauf legen, sein Markenemblem möglichst prominent zu platzieren – teilweise fast im Übermaß.
Obwohl die optischen Anpassungen insgesamt eher zurückhaltend ausfallen dürften, kündigt sich auf technischer Ebene ein deutlich größerer Sprung an. Konzernchef Ola Källenius hatte bereits im Februar erklärt, dass für dieses Update erheblich mehr Mittel bereitgestellt wurden als für ein übliches Facelift.
Technik und Antrieb
Konkrete technische Daten stehen noch aus, jedoch gilt als sicher, dass der V12-Motor auch weiterhin Teil des Programms bleibt. Wie bisher dürfte er der exklusiven Maybach-Variante vorbehalten sein. Ob er in Europa trotz zunehmend strenger Emissionsvorgaben langfristig angeboten werden kann, bleibt allerdings abzuwarten.
Innenraum: Displays statt Tasten
Mercedes sah sich 2020 für die Bildschirmflut in der aktuellen S-Klasse teils deutlicher Kritik ausgesetzt. Eine Rückkehr zu traditionellen Bedienelementen ist jedoch nicht zu erwarten – im Gegenteil: Die neuesten Modelle setzen noch stärker auf durchgängige Displayflächen. Chefdesigner Gorden Wagener betonte jüngst sogar, dass großformatige Bildschirme aus seiner Sicht unverzichtbar seien, etwa als visuelle Orientierung oder als Entertainmentfläche.
Damit folgt Mercedes einem Trend, dem auch andere Premiummarken nacheifern. BMW etwa wird laut ersten Eindrücken des neuen iX3 ebenfalls auf ein displaydominierendes Cockpit setzen. Das dürfte für die 7er-Baureihe bedeuten, dass der klassische iDrive-Drehregler perspektivisch verschwindet. In der S-Klasse könnte sich das Layout künftig stärker am EQS orientieren – inklusive einer durchgehenden Glasoberfläche für alle Anzeigen.
Zukunft von S-Klasse und EQS
Vorerst werden die S-Klasse und der EQS zwar parallel angeboten, doch Mercedes hat bereits bestätigt, dass beide Modellreihen mit der nächsten Generation zusammengeführt werden. Der aktuelle EQS wird somit nur eine einzige Generation überdauern und anschließend durch ein neues, elektrifiziertes S-Klasse-Modell ersetzt, das weiterhin unter dem S-Namen läuft, aber modernste EQ-Technologie enthält.
Mit dieser Neuausrichtung wird das Elektroflaggschiff seine extrem windschnittige „Computermaus“-Form verlieren. Stattdessen orientiert man sich wieder stärker am klassischen Design der Verbrenner-S-Klasse. Modelle wie CLA und GLB haben diesen Schritt bereits vollzogen. Bei der kommenden Generation W224 dürfte der Übergang jedoch erst gegen Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein. Erwartet wird ein optisches Konzept, das sich an der Vision-Iconic-Studie orientiert und möglicherweise sogar einen Kühlergrill im Retro-Look aufgreift.
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