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Touchscreen statt Drehdrücksteller!
News17. Februar 2026

Touchscreen statt Drehdrücksteller!

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Warum Mazda im CX-6e umdenkt!

Touchscreen statt Drehdrücksteller: Warum Mazda im CX-6e umdenkt

Über viele Jahre war er ein Markenzeichen moderner Mazda-Modelle: der zentrale Drehdrücksteller in der Mittelkonsole. Mit ihm führte der japanische Hersteller einst das System „Mazda Connect“ ein – bewusst als Gegenentwurf zu reinen Touchscreens. Die Idee dahinter: weniger Ablenkung, klarere Bedienlogik, Fokus auf das Fahren.

Im neuen CX-6e und Mazda 6e ist dieses Kapitel nun beendet. Ein großer Touchscreen übernimmt die Steuerung des Infotainmentsystems. Der klassische Commander-Knopf verschwindet.

Philosophie bleibt, Technik ändert sich

Mazda betont jedoch, dass sich an der grundsätzlichen Ausrichtung nichts ändere. Laut Matthew Valbuena, Projektmanager für In-Vehicle-Technologien und Human-Machine-Interface bei Mazda, stehe weiterhin die Minimierung von Ablenkung im Mittelpunkt.

Das neue System basiert auf Google Automotive und eröffnet deutlich mehr digitale Möglichkeiten als die bisherige Lösung. Die Herausforderung bestand darin, diese neue Flexibilität mit Mazdas fahrerorientierter Bedienphilosophie zu verbinden.

Mehr Funktionen, andere Anforderungen

Als Mazda Connect Anfang der 2010er-Jahre eingeführt wurde, existierten weder Apple Carplay noch Android Auto. Die Infotainment-Welt war überschaubarer, Apps im Fahrzeug spielten eine untergeordnete Rolle.

Heute erwarten Kundinnen und Kunden eine nahtlose Smartphone-Integration, Cloud-Dienste und eine stetig wachsende App-Auswahl. Das Google-basierte System im CX-5 ermöglicht Zugriff auf hunderte Anwendungen direkt im Fahrzeug. Eine solche Vielfalt ausschließlich über einen Drehregler zu steuern, wäre kaum praktikabel.

Mazda entschied sich daher für den Touchscreen als primäres Eingabemedium – ohne die Alternativen aufzugeben.

Lenkradtasten und Sprache als Schlüssel

Wichtige Funktionen bleiben über physische Tasten am Lenkrad erreichbar. Dazu zählen unter anderem Kamerafunktionen, Fahrmodi oder die Mediensteuerung. Ergänzend rückt die Sprachbedienung stärker in den Fokus. Ziel ist es, häufig genutzte Funktionen auszuführen, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen oder lange auf das Display zu schauen.

Auch die Klimasteuerung ist dauerhaft sichtbar im unteren Bereich des Bildschirms integriert, um umständliche Menüwechsel zu vermeiden.

Zwischen Tradition und digitaler Realität

Mazda steht damit exemplarisch für einen Wandel, den viele Hersteller durchlaufen. Das puristische Bedienkonzept mit Drehregler galt lange als besonders ergonomisch. Doch die digitale Entwicklung – mit immer mehr Apps, Diensten und Online-Funktionen – stellt neue Anforderungen an die Hardware.

Der Verzicht auf den Drehdrücksteller im CX-5 ist daher weniger ein Bruch mit der eigenen Identität als eine Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen.

Die Kernfrage bleibt für Mazda dieselbe: Wie lassen sich Konnektivität und moderne Funktionen anbieten, ohne den Fahrer zu überfordern? Die Antwort fällt nun touchbasiert aus – aber weiterhin mit dem Anspruch, das Fahren in den Mittelpunkt zu stellen.

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