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Toyota bestätigt: Ein neuer Mittelmotor-Sportwagen ist in Arbeit
News23. Jänner 2026

Toyota bestätigt: Ein neuer Mittelmotor-Sportwagen ist in Arbeit

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Ein MR2-Nachfolger rückt näher – allerdings erst langfristig

Toyota bestätigt: Ein neuer Mittelmotor-Sportwagen ist in Arbeit

Ein MR2-Nachfolger rückt näher – allerdings erst langfristig

Der große Mittelmotor-Aha-Moment beim Tokyo Auto Salon 2026 blieb zunächst aus. Toyotas viel diskutierter Teaser entpuppte sich am Ende als spektakulär umgebauter Daihatsu Hijet Kei-Truck. Doch wer hinter den Kulissen genauer hinhört, merkt schnell: Das Thema Mittelmotor ist bei Toyota keineswegs vom Tisch. Im Gegenteil – ein entsprechendes Sportwagenprojekt existiert tatsächlich.

Nach Jahren hartnäckiger Gerüchte und leidenschaftlicher Diskussionen hat der Hersteller nun erstmals offiziell bestätigt, an einem Performance-Modell mit Mittelmotor-Layout zu arbeiten. Verantwortlich dafür ist Gazoo Racing, die kürzlich als eigenständige Performance-Submarke innerhalb des Konzerns positioniert wurde. Deren Präsident Tomoya Takahashi ließ in einem Interview keinen Zweifel daran, dass ein solches Fahrzeug Teil der Zukunftsplanung ist.

Serienstart frühestens um 2030

Allerdings ist Geduld gefragt. Zwar laufen laut Takahashi bereits erste Erprobungen mit Prototypen, von einer kurzfristigen Serienreife kann jedoch keine Rede sein. Das Projekt befindet sich aktuell erst in der ersten von insgesamt vier Entwicklungsphasen. Bis ein seriennahes Modell das Licht der Öffentlichkeit erblickt, dürften noch vier bis fünf Jahre vergehen.

Realistisch betrachtet könnte Toyota den neuen Mittelmotor-Sportler also frühestens um das Jahr 2030 vorstellen – sofern alles nach Plan verläuft. Für Fans des legendären MR2 ist das zwar eine lange Wartezeit, aber immerhin eine klare Perspektive.

Neuer 2,0-Liter-Turbo mit deutlich über 400 PS

Parallel zur Modellbestätigung sprach Takahashi auch über den Antrieb, der für das neue Performance-Fahrzeug vorgesehen ist. Im Fokus steht dabei der intern als G20E bezeichnete Motor – ein komplett neu entwickelter, aufgeladener 2,0-Liter-Vierzylinder. Erstmals öffentlich gezeigt wurde das Aggregat im GR Yaris M Concept, das bereits einen Vorgeschmack auf das Potenzial liefert.

Mehr als 400 PS soll der Motor in der Straßenversion leisten, im Motorsport sind laut Toyota sogar Leistungswerte jenseits der 600-PS-Marke denkbar. Der bekannte 1,6-Liter-Dreizylinder aus GR Yaris, GR Corolla und Lexus LBX Morizo RR sei für ein Mittelmotor-Fahrzeug schlicht zu schwach, so Takahashi offen.

Obwohl kein konkretes Modell genannt wurde, liegt die Vermutung nahe, dass ein neuer MR2 der ideale Kandidat für den G20E wäre.

Kompakter, effizienter – und elektrifizierbar

Technisch verspricht Toyota deutliche Fortschritte. Gegenüber dem aktuellen 2,4-Liter-Turbomotor soll der neue Vierzylinder rund zehn Prozent weniger Bauraum benötigen und flacher eingebaut werden können – ein klarer Vorteil für niedrige Schwerpunktlagen. Zudem stellt Toyota eine Effizienzsteigerung von bis zu 30 Prozent in Aussicht, wobei dieser Wert vermutlich für eine Hybridvariante gilt.

Denn auch das ist bestätigt: Der G20E ist von Beginn an für Elektrifizierung ausgelegt und kann nicht nur im Mittelmotor-, sondern auch im Frontmotor-Layout eingesetzt werden.

MR2 oder doch zuerst die Celica?

Toyota hat Erfahrung mit Mittelmotor-Sportwagen – bis 2007 wurde der MR2 in drei Generationen gebaut. Ein direkter Nachfolger des kompakten Roadsters erscheint daher naheliegend und deutlich plausibler als ein Serien-GR-Yaris mit Mittelmotor, der derzeit lediglich als Testträger dient.

Bevor es jedoch so weit ist, könnte ein anderer Name sein Comeback feiern. Laut Cooper Ericksen, Vice President Product Planning für Nordamerika, befinden sich bereits fahrfähige Celica-Prototypen im Umlauf. Händler sollen Designstudien und frühe Entwicklungsfahrzeuge gesehen haben, die Entwicklung gilt als weit fortgeschritten.

Da bislang nichts davon an die Öffentlichkeit gelangt ist, erscheint ein Marktstart vor 2028 allerdings unwahrscheinlich. Klar ist nur: Toyotas Sportwagen-Zukunft nimmt langsam, aber gezielt Form an – und sie dürfte spannender werden als lange angenommen.

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