
2018 · Land Rover
Range Rover Sport HSE
Ab € 45.000
Technische Daten
- Motor
- 2 Liter Vierzylinder
- Leistung
- 240 PS
- Drehmoment
- 500 NM
- Getriebe
- 8-Gang Automatik
- Antrieb
- Allradantrieb
- 0–100 km/h
- 8,3s
- Höchstgeschw.
- 207 km/h
- Verbrauch
- 9,6 l / 100km
drivereport SCORE
Unser objektives 5-Säulen-Bewertungssystem
Gesamt-Bewertung
Fahren
25% Gewichtung
7,5
von 10
Alltag
25% Gewichtung
7,6
von 10
Technik
20% Gewichtung
7,3
von 10
Wert
20% Gewichtung
7,0
von 10
Charakter
10% Gewichtung
8,0
von 10
Der drivereport SCORE basiert auf unserem objektiven 5-Säulen-System. Erfahren Sie mehr über den drivereport SCORE.
Vorteile
- Komfortables Fahrgefühl
- Langstreckentauglich
- Hochwertiger Innenraum
Nachteile
- Hoher Verbrauch
- Schlechte Übersicht beim Fahren
Einleitung
Der Range Rover Sport ist seit jeher das dynamischere Gegenstück zum klassischen Range Rover: etwas kompakter, etwas sportlicher – aber weiterhin klar im Luxus-SUV-Segment verankert. In der Version SD4 mit 2,0-Liter-Dieselmotor richtet sich der Brite an Käufer, die den prestigeträchtigen Auftritt und den Komfort der Marke schätzen, ohne gleich zu den großen Sechs- oder Achtzylindern greifen zu wollen. Ob dieses Downsizing dem Charakter des Range Rover Sport gerecht wird, jetzt im drivereport.
Design und Verarbeitung
Optisch bleibt der Range Rover Sport auch 2018 eine Erscheinung. Die klare Linienführung, die hohe Schulterlinie und die markante Front sorgen für einen selbstbewussten Auftritt, der weder verspielt noch modisch wirkt. Gerade in der HSE-Ausstattung unterstreichen große Leichtmetallräder den Premium-Anspruch.
Die Verarbeitung überzeugt insgesamt: Karosseriespalte sind sauber gesetzt, der Lack hochwertig, Türen fallen satt ins Schloss. Kritik gibt es eher im Detail – etwa bei weniger exponierten Kunststoffflächen im unteren Karosseriebereich, die dem hohen Preisniveau nicht ganz entsprechen. Dennoch: Der Range Rover Sport altert optisch würdevoll und wirkt auch Jahre später noch präsent.
Innenraum
Hier spielt der Range Rover Sport seine größte Stärke aus. Der Innenraum wirkt hochwertig, ruhig und sehr großzügig. Leder, Aluminium und weich geschäumte Oberflächen prägen das Bild. Die Sitze bieten ausgezeichneten Langstreckenkomfort, auch im Fond herrscht üppige Beinfreiheit.
Die Bedienung zeigt Licht und Schatten: Das Infotainmentsystem wirkt modern, verlangt aber Eingewöhnung. Die Menüstruktur ist teils verschachtelt, Reaktionszeiten sind nicht immer auf Top-Niveau. Positiv fällt hingegen die angenehme Sitzposition und die gute Übersicht auf – trotz der imposanten Fahrzeugabmessungen.
Antrieb und Fahrverhalten
Der 2,0-Liter-SD4-Diesel leistet rund 240 PS und bringt den über zwei Tonnen schweren SUV respektabel in Bewegung. Der Sprint ist ausreichend souverän, echte Sportlichkeit stellt sich jedoch nur bedingt ein. Vor allem beim Überholen oder bei voller Beladung merkt man, dass dem Vierzylinder im Vergleich zu den stärkeren Motorvarianten etwas Durchzug fehlt.
Stärken zeigt der Range Rover Sport dafür beim Fahrkomfort. Mit Luftfederung gleitet er nahezu majestätisch über schlechte Straßen, lange Autobahnetappen werden zur entspannten Angelegenheit. In Kurven bleibt das Fahrzeug erstaunlich stabil, wirkt aber stets eher komfortbetont als agil. Die Lenkung ist präzise, jedoch spürbar entkoppelt – typisch Range Rover, weniger sportlich als der Name vermuten lässt.
Assistenz und Sicherheit
Schon 2018 war der Range Rover Sport gut ausgestattet. In der HSE-Version gehören zahlreiche Assistenzsysteme zum Repertoire: adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner und Notbremssysteme.
Im Alltag arbeiten die Systeme überwiegend zuverlässig, könnten aber feinfühliger abgestimmt sein. Besonders der Spurhalteassistent greift gelegentlich etwas abrupt ein. Insgesamt bietet der Range Rover Sport jedoch ein hohes Sicherheitsniveau und vermittelt auf langen Strecken ein beruhigendes Gefühl von Kontrolle und Stabilität.
Effizienz
Für ein Fahrzeug dieser Größe und Gewichtsklasse fällt der Verbrauch akzeptabel aus. Im Alltag sind 8–11 Liter Diesel auf 100 km realistisch, bei defensiver Fahrweise auch etwas weniger. Auf der Autobahn steigt der Verbrauch jedoch deutlich, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten.
Effizienz ist klar nicht die Kernkompetenz des Range Rover Sport SD4. Käufer profitieren zwar vom vergleichsweise sparsameren Vierzylinder, müssen aber dennoch mit SUV-typischen Betriebskosten rechnen. Positiv: Die Reichweite ist dank großem Tank langstreckentauglich.
Fazit
Der Range Rover Sport SD4 HSE (2018) ist kein Sport-SUV im klassischen Sinn, sondern ein luxuriöser Allrounder mit klarer Komfort-DNA. Er punktet mit souveränem Auftritt, hervorragendem Fahrkomfort und einem Innenraum, der eher an eine Lounge als an ein Nutzfahrzeug erinnert.
Kritik verdient der vergleichsweise emotionsarme Vierzylinder, der dem Fahrzeug nicht ganz gerecht wird, sowie das Infotainment, das hinter deutschen Premium-Konkurrenten zurückbleibt. Im Vergleich zu BMW X5, Audi Q7 oder Mercedes GLE überzeugt der Range Rover weniger mit Dynamik oder Effizienz , dafür aber mit Charakter, Gelassenheit und echter Offroad-Kompetenz.
Unterm Strich ist der Range Rover Sport SD4 die richtige Wahl für alle, die Luxus, Komfort und Präsenz höher gewichten als sportliche Höchstleistungen – und genau das macht seinen besonderen Reiz aus.
Galerie








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