
2026 · BYD
BYD Atto 3 EVO Excellence
Ab € 42.990
Technische Daten
- Motor
- Elektromotor
- Leistung
- 449 PS
- Drehmoment
- 560 Nm
- Getriebe
- Automatik
- Antrieb
- Allradantrieb
- 0–100 km/h
- 3,9 s
- Höchstgeschw.
- 200 km/h
- Verbrauch
- 18,9 kWh
drivereport SCORE
Unser objektives 5-Säulen-Bewertungssystem
Gesamt-Bewertung
Fahren
25% Gewichtung
7,8
von 10
Alltag
25% Gewichtung
8,4
von 10
Technik
20% Gewichtung
7,7
von 10
Wert
20% Gewichtung
8,9
von 10
Charakter
10% Gewichtung
6,7
von 10
Der drivereport SCORE basiert auf unserem objektiven 5-Säulen-System. Erfahren Sie mehr über den drivereport SCORE.
Vorteile
- Gutes Fahrverhalten
- Sitzheizung vorne und hinten
- Viele hochwertige Materialien im Innenraum
- Schnellladen: 10–80 % in rund 25 Minuten
Nachteile
- Lüftungsschlitze und Türgriffe im Innenraum gewöhnungsbedürftig
- Reichweite durch die hohe Leistung begrenzt, mehr Reichweite bietet die Hinterradvariante
- unvorhergesehene Notbremsungen beim Einparken
Einleitung
Der Atto 3 war eines der Autos, mit denen BYD in Österreich bekannt wurde. Jetzt kommt die EVO-Version. Die Karosserie bleibt fast unverändert, die Technik dahinter ist dagegen weitgehend neu. Der Atto 3 EVO setzt auf die e-Platform 3.0 mit 800-Volt-Architektur, eine größere 74,8-kWh-Batterie und wahlweise Heck- oder Allradantrieb. Unser Testwagen ist der Excellence in Ruby Red, die Allradvariante mit 449 PS. Er kostet 45.990 Euro, mit dem Lackaufpreis von 750 Euro für Ruby Red stehen 46.740 Euro auf dem Preisschild. Der Einstieg in die Baureihe liegt bei 42.990 Euro für den Design mit Hinterradantrieb. Dazu bietet BYD Boni an (E-Mobilitätsbonus Plus, Lease-Bonus und Eintauschbonus), die den Kaufpreis für Privatkunden deutlich senken können. Wie viel Auto man mit dem Excellence bekommt, zeigt dieser Test.
Design und Verarbeitung
Der Atto 3 EVO bleibt ein kompaktes SUV mit 4,455 Metern Länge. Das Ruby Red gibt ihm einen kräftigen, auffälligen Auftritt, die neuen 18-Zoll-Räder, der sportlichere Heckspoiler und das durchgehende Leuchtband hinten passen dazu. Ein Detail fällt unangenehm auf. Die Türgriffe stechen im Design auffallend heraus, und das wäre nicht nötig gewesen. Innen überzeugt die Verarbeitung. Viele Materialien wirken hochwertig und sind sauber verarbeitet, das hebt den Atto 3 EVO über seinen Preis hinaus.
Antrieb und Fahrverhalten
Hier liefert der Excellence ab. Zwei Elektromotoren, vorne und hinten, kommen zusammen auf 330 kW (449 PS) und 560 Nm Drehmoment. Das reicht für 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h bei 200 km/h Spitze. Die Beschleunigung ist extrem und unerwartet. Man sieht einem kompakten SUV diesen Punch nicht an, und wenn man auf das Pedal steigt, kommt die Kraft sofort und mit Nachdruck. Das Fahrverhalten ist dabei gut. Der Allradantrieb setzt die Leistung souverän um, und das Auto bleibt auch bei zügiger Fahrt gut kontrollierbar. Für ein Auto dieser Größe und dieses Preises ist das ein beeindruckendes Paket.
Innenraum und Infotainment
Im Innenraum ist der Atto 3 EVO modern und gut ausgestattet. Das Infotainment gefällt. Der drehbare 15,6-Zoll-Touchscreen ist riesig, und die Schnellwahltasten bringen einen schnell zu den wichtigsten Funktionen. Dazu kommt ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay, und der Wählhebel sitzt jetzt an der Lenksäule. Positiv fallen außerdem die echten Tasten am Lenkrad auf, die sich im Alltag angenehm bedienen lassen. In der Excellence gibt es ein Head-up-Display, beheizbare Sitze vorne und hinten und ein Panoramadach. Die Sitzheizung vorne und hinten ist ein Komfortplus, das man im Alltag nicht mehr missen möchte, und das Schiebedach macht den Innenraum hell und luftig. Beim Gestaltungsstil des Innenraums gibt es einen Kritikpunkt. Er ist hochwertig, aber die Lüftungsschlitze sind gewöhnungsbedürftig.
Beim Platz zeigt sich der Atto 3 EVO für seine Größe alltagstauglich. Der Kofferraum fasst 490 Liter, umgeklappt bis zu 1.360 Liter. Dazu kommt der Frunk mit 101 Litern, und der war im Test wirklich sehr groß. Dort verschwinden Ladekabel und Kleinkram sauber und getrennt vom Gepäck. Dazu gibt es eine V2L-Funktion mit 3 kW und kabelloses Smartphone-Laden mit bis zu 50 Watt.
Effizienz
Die 74,8-kWh-Blade-Batterie (LFP) ermöglicht in der Excellence laut WLTP 470 Kilometer, bei einem Verbrauch von 17,8 kWh auf 100 Kilometer. In der Praxis liegt der Wert deutlich darunter. Bei reiner Autobahnfahrt mit 130 km/h und kalten Temperaturen zwischen 4 und 10 Grad kamen wir um die 300 Kilometer weit. Die hohe Leistung fordert hier ihren Tribut. Wer mehr Reichweite will, sollte zur Hinterradvariante greifen, die laut WLTP bis zu 510 Kilometer schafft.
Beim Laden zeigt der Atto 3 EVO dagegen seine Stärken. Dank 800-Volt-Technik sind bis zu 220 kW Gleichstrom möglich. BYD gibt 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent an, und genau das haben wir im Test erreicht. Am Wechselstrom lädt der Atto 3 EVO mit 11 kW, von 0 auf 100 Prozent dauert das rund 8 Stunden. Eine Wärmepumpe ist serienmäßig an Bord.
Assistenz und Sicherheit
Die Ausstattung bei den Assistenzsystemen ist umfangreich. Dazu gehören ein Notbremsassistent, ein adaptiver Tempomat, ein Totwinkel-Assistent und eine Fahrerüberwachung. Im Alltag haben die Systeme gut funktioniert. Beim Einparken gab es allerdings ein bis zwei Situationen, in denen das Auto unvorhergesehen eine Notbremsung machte. Das ist kein Grund zur Panik, aber man sollte es wissen, und es zeigt, dass die Sensorik beim Rangieren manchmal zu vorsichtig reagiert. Das Head-up-Display der Excellence blendet wichtige Infos direkt ins Blickfeld ein. BYD gibt 6 Jahre bzw. 150.000 Kilometer Garantie auf das Fahrzeug und 8 Jahre bzw. 250.000 Kilometer auf die Antriebsbatterie.
Fazit
Der BYD Atto 3 EVO Excellence ist ein kompaktes SUV mit einem Charakter, den man ihm nicht ansieht. 3,9 Sekunden auf 100 km/h, ein gutes Fahrverhalten und viel Komfort, von der Sitzheizung vorne und hinten bis zum Schiebedach, machen ihn zu einem sehr unterhaltsamen Elektroauto. Dazu kommen hochwertige Materialien, ein großes und schnelles Infotainment, echte Tasten am Lenkrad und ein Schnellladen, das hält, was BYD verspricht. Die Leistung hat ihren Preis bei der Reichweite. Wer viel Autobahn fährt, kommt in der kalten Jahreszeit nicht viel weiter als rund 300 Kilometer, und wer mehr Reichweite will, ist beim Hinterradantrieb besser aufgehoben. Der Innenraum hat mit den Lüftungsschlitzen und den auffälligen Türgriffen zwei Designdetails, die nicht jedem gefallen werden, und die Einparkautomatik bremste in einzelnen Situationen unnötig. Mit 46.740 Euro in unserer Testkonfiguration ist das ein stimmiger Preis für ein Auto mit 449 PS und dieser Ausstattung. Mit den von BYD angebotenen Boni wird es für Privatkunden noch günstiger.
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