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Jaecco 7
7,5/ 10SUVPlug-in HybridBenzin

2026 · Jaecoo

Jaecoo 7 PHEV Premium Line

Ab € 35.990

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Technische Daten

Motor
1,5-l-Turbobenziner + EM
Leistung
279 PS
Drehmoment
365 Nm
Getriebe
Automatik
Antrieb
Frontantrieb
0–100 km/h
8,5 s
Höchstgeschw.
180 km/h
Verbrauch
6,4 l/100 km
★

drivereport SCORE

Unser objektives 5-Säulen-Bewertungssystem

0,0/ 10

Gesamt-Bewertung

◎

Fahren

25% Gewichtung

6,2

von 10

♥

Alltag

25% Gewichtung

8,2

von 10

⚡

Technik

20% Gewichtung

7,5

von 10

$

Wert

20% Gewichtung

8,4

von 10

↗

Charakter

10% Gewichtung

7,0

von 10

Der drivereport SCORE basiert auf unserem objektiven 5-Säulen-System. Erfahren Sie mehr über den drivereport SCORE.

Vorteile

  • Design und hochwertige, robuste Materialien
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Starke Reichweite: bis zu 90 km elektrisch, bis zu 1.200 km gesamt

Nachteile

  • Fahreigenschaften: Fahrgefühl nicht immer solide
  • Schwammiges Fahrwerk mit wenig Feedback
  • Infotainment teils schlecht übersetzt und nicht ganz intuitiv

Einleitung

Seit Herbst 2025 gibt es Jaecoo auch in Österreich. Die Marke gehört zum chinesischen Chery-Konzern, und der Jaecoo 7 ist ihr Kompakt-SUV für die Mitte des Marktes. Wir haben ihn als Plug-in-Hybrid getestet, mit dem Super Hybrid System (SHS), das einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem starken Elektromotor kombiniert. Unser Testwagen ist die Premium Line und damit die Vollausstattung. Sie kostet 39.490 Euro, der Einstieg in die Comfort Line liegt bei 35.990 Euro. Für knapp 40.000 Euro verspricht der Jaecoo 7 viel Auto, viel Ausstattung und viel Reichweite. Offen ist, wie viel davon beim Fahren ankommt.

Design und Verarbeitung

Optisch spielt der Jaecoo 7 eine Liga über seinem Preis. Die Front wirkt selbstbewusst und kantig, das Auto ist mit 4,50 Metern Länge kompakt, tritt aber deutlich größer auf, als es ist. Die 19-Zoll-Räder runden den Auftritt ab. Innen setzt sich dieser Eindruck fort. Die Materialien wirken hochwertig und robust, die Oberflächen sind sauber verarbeitet und die Kunstleder-Sitze fühlen sich solide an. Für ein Fahrzeug dieser Preisklasse ist das eine echte Stärke und einer der Hauptgründe, warum der Jaecoo 7 im Showroom so gut funktioniert.

Antrieb und Fahrverhalten

Auf dem Papier ist der Antrieb ordentlich. Der 1,5-Liter-Turbobenziner leistet 105 kW (143 PS), der Elektromotor bis zu 150 kW (204 PS). Zusammen kommen sie auf 205 kW (279 PS) Systemleistung und 365 Nm Drehmoment. Das reicht für 8,5 Sekunden auf 100 km/h und 180 km/h Spitze. Die Kraft geht ausschließlich an die Vorderräder, und genau hier liegt das Problem. Beim Anfahren und Beschleunigen drehten die Reifen im Test immer wieder durch. Die Traktion hält mit der Leistung nicht Schritt.

Auch das Fahrgefühl überzeugt nicht durchgehend. Das Fahrwerk ist schwammig abgestimmt und meldet wenig zurück. Man spürt kaum, was die Vorderachse gerade macht, und das Auto vermittelt nicht immer ein solides Gefühl. Im Alltag bleibt der Jaecoo 7 komfortorientiert, aber wer zügig unterwegs ist, wünscht sich mehr Rückmeldung und mehr Präzision. Mit rund 1,9 Tonnen Leergewicht (1.870 kg) hat das Fahrwerk dabei auch einiges zu tun. Antrieb und Abstimmung wirken noch nicht ganz fertig.

Innenraum und Infotainment

Die Premium Line bringt viel mit. Dazu gehören ein 14,8-Zoll-Touchscreen, ein Head-up-Display, ein Panoramadach, ein beheizbares Lenkrad und eine 540-Grad-Kamera. Laut Presseunterlagen kommen belüftete Vordersitze, ein Sony-Soundsystem, ein elektrisches Heckklappen-System, kabelloses Laden und Ambientebeleuchtung dazu. Das Raumangebot ist für die Klasse in Ordnung, der Kofferraum fasst beim Plug-in-Hybrid 340 Liter, umgeklappt bis zu 1.265 Liter.

Beim Infotainment gibt es Licht und Schatten. Der große Bildschirm sieht gut aus und ist grundsätzlich schnell. Die Menüs sind aber teilweise schlecht übersetzt, und die Bedienung ist nicht immer intuitiv. Manche Funktionen muss man länger suchen, als es sein müsste. Hier merkt man, dass das System für einen anderen Markt entwickelt und nur nachträglich eingedeutscht wurde.

Effizienz

Hier punktet der Jaecoo 7 klar. Die 18,3-kWh-Batterie (LFP) ermöglicht laut WLTP bis zu 90 Kilometer rein elektrisch. Das reicht für viele Pendler, um den Alltag fast ohne Benzin zu erledigen. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 2,4 Litern Benzin und 15,1 kWh Strom auf 100 Kilometern. Mit leerer Batterie nennt der Hersteller rund 6,0 Liter. Mit dem 60-Liter-Tank ergibt sich eine Gesamtreichweite von bis zu 1.200 Kilometern. Das ist für einen Plug-in-Hybrid dieser Größe sehr stark. Geladen wird mit 6,6 kW per Wechselstrom, per Gleichstrom sind bis zu 40 kW möglich. Von 30 auf 80 Prozent dauert das etwa 20 Minuten.

Assistenz und Sicherheit

Die Serienausstattung ist umfangreich. Dazu gehören ein Notbremsassistent, ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent, ein Totwinkelwarner und acht Airbags. In der Premium Line gibt es zusätzlich die 540-Grad-Kamera, die beim Rangieren hilft. Auf die Fahrzeugteile gibt Jaecoo sieben Jahre Garantie, auf den Hybridantrieb acht Jahre bzw. 160.000 Kilometer.

Fazit

Der Jaecoo 7 PHEV Premium Line ist ein Auto, das auf dem Papier und im Showroom überzeugt. Er sieht gut aus, fühlt sich im Innenraum hochwertig an, bietet Vollausstattung und kommt mit dem Plug-in-Hybrid sehr weit. Für 39.490 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis stark. Beim Fahren zeigt sich dann, wo gespart wurde. Das Fahrwerk ist schwammig und gibt wenig Feedback. Die Vorderräder drehen mit der vollen Leistung zu leicht durch, und das Infotainment braucht bessere Übersetzungen und eine klarere Bedienung. Wer ein gut ausgestattetes, reichweitenstarkes und günstiges Familien-SUV sucht und nicht auf Fahrdynamik achtet, bekommt viel Auto fürs Geld. Wer Wert auf ein souveränes, solides Fahrgefühl legt, sollte vor dem Kauf eine ausgiebige Probefahrt machen.

Galerie

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