
2026 · MG
MG HS PHEV+ Luxury
Ab € 37.700
Technische Daten
- Motor
- 1,5-l-Turbobenziner + EM
- Leistung
- 272 PS
- Drehmoment
- 365 Nm
- Getriebe
- Automatik
- Antrieb
- Frontantrieb
- 0–100 km/h
- 6,8 s
- Höchstgeschw.
- 190 km/h
- Verbrauch
- 4,4 l/100 km
drivereport SCORE
Unser objektives 5-Säulen-Bewertungssystem
Gesamt-Bewertung
Fahren
25% Gewichtung
7,1
von 10
Alltag
25% Gewichtung
8,1
von 10
Technik
20% Gewichtung
7,4
von 10
Wert
20% Gewichtung
8,4
von 10
Charakter
10% Gewichtung
7,2
von 10
Der drivereport SCORE basiert auf unserem objektiven 5-Säulen-System. Erfahren Sie mehr über den drivereport SCORE.
Vorteile
- Design und hochwertige Verarbeitung
- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Sehr hohe elektrische Reichweite (rund 100 km WLTP)
Nachteile
- Motor teils träge, braucht im Hybridantrieb lange, bis er auf Touren kommt
- Apple CarPlay verbindet nicht zuverlässig
- Infotainment wirkt modern, ist aber träger als bei der Konkurrenz
Einleitung
Der MG HS ist in Österreich seit Jahren das SUV, mit dem die Marke zeigt, wie viel Auto man für wenig Geld bekommen kann. Als Plug-in-Hybrid (PHEV+) will er Kunden gewinnen, die im Alltag elektrisch fahren und auf der Langstrecke trotzdem nicht ans Laden denken wollen. Unser Testwagen ist die Luxury in Pearl White. Sie kostet 39.990 Euro, und die Lackierung ist bei MG Serie. Der Einstieg in die HS-PHEV+-Familie liegt bei 37.700 Euro (Comfort). Das ist für ein 4,67 Meter langes SUV mit 272 PS Systemleistung eine Ansage. Die Frage ist, wie viel davon im Alltag ankommt.
Design und Verarbeitung
Der HS tritt breit und modern auf. Das helle Pearl White betont die Flächen und lässt ihn sauber und hochwertig wirken, die Proportionen stimmen, und mit 19-Zoll-Rädern steht er gut auf der Straße. Auch innen überzeugt die Verarbeitung. Die Spaltmaße sind sauber, die Materialien wirken wertig, und die Oberflächen sind für diese Preisklasse sehr ordentlich gefügt. Der Eindruck ist deutlich teurer, als es das Preisschild vermuten lässt.
Antrieb und Fahrverhalten
Der Antrieb setzt sich aus einem 1,5-Liter-Turbobenziner mit 105 kW (143 PS, 230 Nm) und einem 135 kW (183 PS) starken Elektromotor mit 340 Nm zusammen. Zusammen kommen sie auf 200 kW (272 PS) und 365 Nm Systemdrehmoment. Die Kraft geht über eine 2-Gang-Automatik an die Vorderräder. Laut Hersteller sind das 6,8 Sekunden auf 100 km/h und 190 km/h Spitze.
Auf dem Papier ist das sportlich, im Alltag zeigt sich ein anderes Bild. Rein elektrisch fährt der HS flott und sauber. Wird aber der Benziner dazugeschaltet, wirkt der Motor teilweise träge. Im Hybridantriebsstrang braucht er lange, bis er auf Touren kommt, und das merkt man beim Überholen oder beim Beschleunigen aus niedrigen Geschwindigkeiten. Das Zusammenspiel von Verbrenner und E-Motor ist damit nicht ganz so spontan, wie die Leistungsdaten vermuten lassen.
Innenraum und Infotainment
Die Luxury bringt viel Ausstattung mit. Dazu gehören zwei 12,3-Zoll-Displays (Instrumente und Touchscreen), ein 360-Grad-Kamerasystem, beheizbare Vordersitze, kabelloses Laden fürs Smartphone, eine elektrische Heckklappe, acht Lautsprecher und eine Zweizonen-Klimaautomatik. Dazu kommen Frontparksensoren, automatisch einklappende Spiegel und Kunstleder-Sitze. Der Kofferraum fasst 441 Liter, umgeklappt bis zu 1.291 Liter.
Das Infotainment sieht modern aus, ist im Vergleich zur Konkurrenz aber etwas träge. Menüwechsel und Eingaben dauern spürbar länger, als man es von anderen aktuellen Systemen kennt. Apple CarPlay ist zwar serienmäßig an Bord, ließ sich im Test aber nicht zuverlässig verbinden. Wer sein Smartphone ständig nutzen will, kann sich darauf nicht verlassen.
Effizienz
Hier punktet der HS klar. Die 21,4-kWh-Batterie (brutto) schafft laut WLTP rund 100 Kilometer rein elektrisch. Das ist für einen Plug-in-Hybrid dieser Klasse ein sehr hoher Wert. Viele Pendler fahren damit den Alltag praktisch ohne Benzin. Der WLTP-Verbrauch liegt bei nur 0,54 Litern auf 100 Kilometer, die Gesamtreichweite bei über 1.000 Kilometern (55-Liter-Tank). Ist die Batterie leer, steigt der Verbrauch auf rund 5,8 Liter, wie bei Plug-in-Hybriden üblich. Geladen wird ausschließlich per Wechselstrom mit 6,6 kW, Schnellladen per Gleichstrom ist nicht vorgesehen.
Assistenz und Sicherheit
Serienmäßig gibt es das MG-Pilot-Paket mit adaptivem Tempomat, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Stauassistent, Totwinkelüberwachung, Querverkehrswarnung hinten mit Notbremsung und Fahrerüberwachung. In der Luxury hilft zusätzlich die 360-Grad-Kamera beim Rangieren. MG gibt 7 Jahre bzw. 150.000 Kilometer Garantie, die auch für die Hochvoltkomponenten und die Antriebsbatterie gilt.
Fazit
Der MG HS PHEV+ Luxury ist ein SUV, das beim Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen ist. Er sieht gut aus, ist hochwertig verarbeitet, bietet reichlich Ausstattung und schafft rund 100 Kilometer elektrisch. Dafür muss man Abstriche beim Antrieb und beim Infotainment akzeptieren. Der Benziner reagiert im Hybridbetrieb teils träge, das Infotainment wirkt moderner, als es arbeitet, und Apple CarPlay verbindet nicht zuverlässig. Mit 39.990 Euro in unserer Testkonfiguration bleibt der HS trotzdem günstig. Wer ein geräumiges, gut ausgestattetes Plug-in-SUV sucht, das im Alltag fast ausschließlich elektrisch fährt, bekommt viel Auto fürs Geld. Wer ein souveränes Antriebsgefühl und ein flottes Infotainment erwartet, sollte vor dem Kauf Probe fahren.
Galerie






Weitere Testberichte

2026 · Jaecoo
Jaecoo 7 PHEV Premium Line
Für knapp 40.000 Euro verspricht der Jaecoo 7 viel Auto, viel Ausstattung und viel Reichweite. Offen ist, wie viel davon beim Fahren ankommt.
Testbericht lesen
2026 · Mitsubishi
Mitsubishi Eclipse Cross Intense
Der Name Eclipse Cross stand lange für ein kompaktes Coupé-SUV mit Verbrennungsmotor. Jetzt kehrt er als Elektroauto zurück.
Testbericht lesen
2025 · Ford
Ford Ranger Wildtrak PHEV
Der Ranger gehört zu den Pick-ups, die man in Österreich vom Bauhof bis zur Almhütte kennt: ein Arbeitstier, das sich in den letzten Jahren zum Lifestyle-Fahrzeug entwickelt hat. Mit dem Plug-in-Hybrid will Ford beides vereinen.
Testbericht lesen